Verbundübergreifende Forschung

Fachgebietsübergreifende Implementierungsforschung in der medizinisch-psychologischen Versorgung

Gruppenbild der verbundübergreifenden Forschungsgruppe

Unsere Forschung

Inhalte & Ziele

Neben unseren verschiedenen Vertiefungsthemen wie der ländlichen Versorgungskohorte LäKoSA, der Psychosomatik oder Notfall- und Intensivmedizin, beschäftigen wir uns auch mit allgemeineren Forschungsfragen. Ein wichtiges Thema ist die Entwicklung eines Instrumentes zur Erfassung der Implementierungsbereitschaft (Readiness for Implementation Scale, RIS) – wenn man so will, einer besonderen Art der Readiness for Change – sowie dem aktuellen Stand des Einbezugs von Patientenberichten in die Behandlung – und zwar digitalen Patientenberichten, sogenannten ePROMs.

Projektleitung & Koordination:

PD Dr. Jasmin M. Kizilirmak
Wissenschaftliche Gesamtkoordination

Unsere Studienthemen

Verbundübergreifend machen wir Methodenentwicklung in der Implementierungsforschung und eine Bestandsaufnahme des Einbezugs von digitalisierten Patientenbefragungen.

Anwendung und Verbreitung von ePROMs in Sachsen-Anhalt

Die Erfassung von Patient:innenberichten zu gesundheitlicher Verfassung, Lebensqualität und Behandlungserfahrungen – sogenannten Patient-Reported Outcome Measures (PROMs) – ermöglicht es, subjektive Einschätzungen der Patient:innen in den Behandlungsprozess einzubeziehen. Damit wird eine kontinuierliche Abbildung der individuellen Gesamtsituation auch außerhalb von Arzt- und Klinikbesuchen gewährleistet.

PROMs erfassen Symptome und Einschränkungen, die im Rahmen regulärer Konsultationen oftmals unberücksichtigt bleiben. Sie können Verschlechterungen des Gesundheitszustandes von Patient:innen frühzeitig identifizieren, die Arzt-Patienten-Kommunikation verbessern und zur Evaluation der Wirksamkeit medizinischer Maßnahmen beitragen.

Der Einsatz von PROMs stärkt somit die Perspektive der Patient:innen und verleiht deren Erfahrungen innerhalb des Versorgungsgeschehens ein höheres Gewicht. Die elektronische Umsetzung (ePROMs) erhöht zugleich Effizienz und Praktikabilität. Richtig angewendet, ermöglichen sie eine niedrigschwellige Rückmeldung, eine technisch gestützte Auswertung sowie automatische Warnhinweise bei kritischen Angaben.

Bislang werden Patient:innenberichte in Kliniken jedoch nur unregelmäßig – in schriftlicher, mündlicher oder elektronischer Form – erhoben. Um die Voraussetzungen für eine systematische und breit angelegte Anwendung von ePROMs zu schaffen, ist zunächst eine Bestandsaufnahme erforderlich, die den aktuellen Stand der Nutzung ermittelt. Eine anschließende Beobachtungsstudie (fokussierte Ethnografie) soll vertiefende Einblicke in erfolgreiche und weniger erfolgreiche Umsetzungen von PROMs/ePROMs liefern.

Ansprechpartner/in:
Dr. Johannes Kögel
Teilprojektkoordination Notfall- und Intensivmedizin

Readiness for Implementation Scale (RIS)

Die Messung des Implementierungserfolgs wird in der aktuellen Literatur immer wieder kritisch hinterfragt. Unklar und wenig erforscht, ist jedoch inwieweit aktuelle Behandler überhaupt dazu bereit sind, sodass eine Skala zur Messung der Motivation von Gesundheitsprofessionellen zur Implementierung von Innovationen und evidenzbasierten Maßnahmen im Gesundheitswesen entwickelt werden soll.

Ziel dieses Projekts ist es, ein wissenschaftlich fundiertes Instrument bereitzustellen, das die Bereitschaft und Antriebskraft von Fachkräften erfasst, neue Konzepte in die Praxis zu integrieren. Die Skala soll dazu beitragen, Barrieren und förderliche Faktoren der Implementierung besser zu verstehen und gezielte Unterstützungsstrategien zu entwickeln.

Konkret soll eine bereits bestehende Skala zur Messung der motivationalen Veränderungsbereitschaft von Patienten in die Sichtweise Gesundheitsprofessioneller auf den Aspekt der Implementierungsbereitschaft adaptiert werden.

Dabei sind folgende Schritte geplant:

• Anpassung der Items durch verschiedene Expertenbefragungen

• Validierung der Skala über unsere weiteren Projekte

Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgungsqualität und Nachhaltigkeit von Innovationen im Gesundheitsbereich.

Ansprechpartner/in:
Martin Wegener
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Sie wollen unsere Studien unterstützen?

Sie haben Fragen, Anregungen, möchten sich als Proband beteiligen oder wissenschaftlich mit uns kooperieren? Schreiben Sie uns gerne oder rufen Sie uns an.

Team

Unser Team

Die verbundübergreifenden Forschungsthemen werden im ISA-Team gemeinsam bearbeitet. Die hier aufgeführten Mitarbeitenden übernehmen dabei besondere inhaltliche Rollen.
Prof. Dr. Christian J. Apfelbacher, PhD
Verbundleitung | Projektleitung Notfall- und Intensivmedizin
Prof. Dr. Christian J. Apfelbacher, PhD
Verbundleitung | Projektleitung Notfall- und Intensivmedizin
Prof. Dr. Christian J. Apfelbacher, PhD
Verbundleitung | Projektleitung Notfall- und Intensivmedizin
Prof. Dr. Christian J. Apfelbacher, PhD
Verbundleitung | Projektleitung Notfall- und Intensivmedizin
Prof. Dr. Florian P. Junne
Ko-Verbundleitung | Projektleitung Psychosomatische Medizin
Prof. Dr. Florian P. Junne
Ko-Verbundleitung | Projektleitung Psychosomatische Medizin
Prof. Dr. Florian P. Junne
Ko-Verbundleitung | Projektleitung Psychosomatische Medizin
Prof. Dr. Florian P. Junne
Ko-Verbundleitung | Projektleitung Psychosomatische Medizin
PD Dr. Jasmin M. Kizilirmak
Wissenschaftliche Gesamtkoordination
PD Dr. Jasmin M. Kizilirmak
Wissenschaftliche Gesamtkoordination
PD Dr. Jasmin M. Kizilirmak
Wissenschaftliche Gesamtkoordination
PD Dr. Jasmin M. Kizilirmak
Wissenschaftliche Gesamtkoordination
Martin Wegener
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Martin Wegener
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Martin Wegener
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Martin Wegener
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Freya Auner
Wissenschaftliche Hilfskraft | Medizinische Doktorandin
Freya Auner
Wissenschaftliche Hilfskraft | Medizinische Doktorandin
Freya Auner
Wissenschaftliche Hilfskraft | Medizinische Doktorandin
Freya Auner
Wissenschaftliche Hilfskraft | Medizinische Doktorandin
Patryk Markiewicz
Wissenschaftliche Hilfskraft
Patryk Markiewicz
Wissenschaftliche Hilfskraft
Patryk Markiewicz
Wissenschaftliche Hilfskraft
Patryk Markiewicz
Wissenschaftliche Hilfskraft

Partner

Beteiligte Institute & Kooperationspartner

Beteiligte Institute / Kliniken

Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung (ISMG) Medizinische Fakultät, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg

Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (KPSM), Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R.

Kooperationspartner

Städtisches Klinikum Dessau, Kooperationspartner im Teilprojekt Telekonsil

Johanniter-Krankenhaus Stendal, Kooperationspartner im Teilprojekt Telekonsil

Prof. Dr. Michel Wensing, Professur für Versorgungsforschung und Implementierungswissenschaft, Medizinische Fakultät, Universität Heidelberg

apl. Prof. Dr. Christoph Nikendei und Nadja Gebhardt, Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik, Universitätsklinikum Heidelberg

Prof. Dr. Robert Werdehausen, Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R.